Offene Arbeit

In unserem Kindergarten arbeiten wir nach dem Prinzip der „Offenen Arbeit“. Das bedeutet, dass wir innerhalb der Bereiche von Krippe und Elementarbereich keine weiteren Kleingruppenstrukturen aufgebaut haben.

Die Räume sind Funktionsräume, wie z.b. Bauraum, Lernwerkstatt, Snoozle-Raum, die den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. Hier finden täglich entsprechende Angebote statt.

Ein Erzieher bekleidet die Funktion der „Regie“, die die Kinder während der Übergänge zwischen den einzelnen Tätigkeiten unterstützt und begleitet. Die „Regie“ ermöglicht es den Kindern sich frei zu bewegen.

 

Offene Arbeit bedeutet für die Kinder:

 

  • freie Wahl der Räumlichkeiten/Angebote:

    die Kinder tragen sich nach dem Morgenkreis und nach dem Mittagessen mit ihrem „Ausweis“ an der Pinwand ein, welches Angebot sie wahrnehmen möchten bzw. in welchem Raum sie spielen möchten.

  • Freie Wahl der Spielpartner

  • Freie Wahl der Essenzeiten:

    Wir bieten von 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr ein offenes Frühstück in der Plaza an. Ab ca. 12 Uhr bis ca. 13:30 Uhr haben die Kinder die Möglichkeit dort in Kleingruppen ihr Mittagessen zu sich zu nehmen. Die Kinder entscheiden selbst, wann und mit wem sie essen möchten. Sie füllen sich ihren Teller sebständig und entscheiden was und ob sie essen möchten. Den ganzen Tag über stehen Obst und Gemüse als Snacks sowie Wasser und Tee zur Verfügung.

  • Freie Wahl über Ruhe- und Schlafphasen:

    Nach dem Mittagessen gibt es eine Ruhephase, die Kinder entscheiden selbständig, ob sie schlafen möchten oder ob sie an einem ruhigen Angebot, wie etwa einem Lesekreis, teilnehmen möchten.



 

Pädagogische Bedeutung der offenen Arbeit:


  • Durch die freie Wahl der Aktivitäten erfahren die Kinder Selbstwirksamkeit und Respekt. Sie haben individuelle Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten.

  • Verlässliche Beziehungen und vertrauensvolle Kontakte werden durch freie Spielpartner- und Bezugspersonen - Wahl gefördert.

  • Durch die Abwechslungreiche Gestaltung der Räume finden die Kinder zu jedem Thema die passende Lernumgebung und haben Zugang zu vielfältigen Materialien.

  • Die so gewonnene Freiheit wirkt sich positiv auf die Entwickungs- und Bildungsathmosphäre aus und ist für alle Beteiligten der bestmögliche Weg für Selbstbildungsprozesse.

  • Auch in der offenen Arbeit ist ein rücksichtsvoller und respektvoller Umgang miteinander wichtig. Durch verständliche und nachvollziehbare Regeln sowie klare Absprachen lernen die Kinder das strukturierte und geordnete Leben in einer Gemeinschaft. Diese Regeln bilden den Rahmen, in dem sich die Kinder frei und selbstbestimmt entfalten können.